Im Jahr 2017 stellte sich das Obwaldner Gewerbe eine Frage, die heute aktueller ist denn je: Wie begeistern wir junge Menschen für handwerkliche Berufe und stärken gleichzeitig das duale Bildungssystem?

Gemeinsam mit Schule, Gemeinde, Gewerbetreibenden und Kindern aus der Region entwickelte microbee daraus ein Projekt, das Berufsorientierung nicht erklärt, sondern erlebbar macht: «Schule macht Handwerk» mit dem Sarner Seifächischtärennä als Höhepunkt.

Die Idee ist so einfach wie wirkungsvoll: Statt Handwerksberufe im Schulzimmer kennenzulernen, gehen die Jugendlichen dorthin, wo gearbeitet wird. Während einer Projektwoche bauen über 60 Schülerinnen und Schüler in rund 20 lokalen Handwerksbetrieben ihre eigenen Seifenkisten. Dabei sägen, schrauben, planen und tüfteln sie gemeinsam mit Profis – und lernen ganz nebenbei verschiedene Berufe, Betriebe und mögliche Lehrstellen kennen.

Am Ende der Woche kommen alle wieder zusammen: Beim grossen Sarner Seifächischtärennä treten die selbstgebauten Kisten gegeneinander an. Aus Berufsorientierung wird ein Dorferlebnis, das Kinder, Eltern, Schulen und lokales Gewerbe zusammenbringt.

Das Projekt wurde 2017 ins Leben gerufen und findet bis heute alle zwei Jahre statt. Für microbee ist es ein schönes Beispiel dafür, was entstehen kann, wenn Kommunikation nicht nur informiert, sondern Menschen beteiligt und ins Machen bringt.

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SAC Uto