SAC Uto - eine Sektion, die aus allen Nähten platzt.

13’000 Mitglieder. Und mindestens ebenso viele Vorstellungen davon, was ein guter Verein sein soll.

Die Sektion Uto ist die grösste Sektion des Schweizer Alpen-Clubs SAC – und sie wächst. Über 13’000 Menschen gehören heute zur Zürcher Sektion. Was sie verbindet, ist die Freude an den Bergen. Was sie von ihrem Verein erwarten, könnte unterschiedlicher kaum sein.

Da sind Studierende, die von Vergünstigungen profitieren möchten. Expats, die auf Touren neue Menschen kennenlernen wollen. Aktive Bergsportler:innen, die einen Platz auf einer der zahlreichen Touren suchen. Langjährige Mitglieder, für die der SAC einfach dazugehört. Und ältere Mitglieder, die manche Veränderung durchaus kritisch sehen.

Gleichzeitig funktioniert der Verein nur dank des Engagements zahlreicher Ehrenamtlicher: Tourenleitende, Ausbildner:innen, Vorstandsmitglieder, Hüttenverantwortliche, Eventorganisator:innen und viele weitere. Mehr Mitglieder bedeuten deshalb nicht nur mehr Möglichkeiten, sondern auch mehr Ansprüche an Kommunikation, Angebote und freiwilliges Engagement.

Erst zuhören. Dann verändern.

Als microbee den Auftrag erhielt, die Kommunikation der Sektion weiterzuentwickeln, war das gedruckte Uto Magazin das zentrale Kommunikationsmedium. Die Frage war: Welche zusätzlichen Kanäle braucht ein moderner Verein dieser Grösse – und wie schafft man mehr Austausch und Beteiligung, ohne ein System aufzubauen, das im Ehrenamt niemand bewältigen kann?

Statt einfach neue Kanäle einzuführen, haben wir zugehört. In vielen Gesprächen mit Mitgliedern und Engagierten haben wir Bedürfnisse, Erwartungen und auch Vorbehalte abgeholt. Daraus entstand Schritt für Schritt eine Kommunikationslandschaft, die zur Sektion passt – pragmatisch, finanzierbar und so organisiert, dass Mitglieder selbst einen wichtigen Teil dazu beitragen können.

Aus Mitgliedern werden Mitwirkende.

Denn Community lässt sich nicht einfach «bespielen». Sie funktioniert dann, wenn Menschen selbst etwas beitragen. Deshalb haben wir Formate und Prozesse entwickelt, mit denen Mitglieder Geschichten erzählen, Wissen weitergeben, Veranstaltungen organisieren und das Vereinsleben mitgestalten können.

microbee macht dieses Engagement sichtbar und bringt die Inhalte über die verschiedenen Kanäle zu den Mitgliedern: im Uto Magazin, auf der Website, im Newsletter, über Social Media und digitale Mitgliederkommunikation. Aus einzelnen Aktivitäten entsteht so eine gemeinsame Geschichte der Sektion.

Digitaler werden – und das Magazin behalten.

Eine der interessantesten Erkenntnisse aus dem Prozess: Das gedruckte Uto Magazin wollten keineswegs nur die älteren Mitglieder behalten. Auch viele Jüngere schätzen es. In einer zunehmend digitalen Kommunikation ist es etwas Physisches, das Zugehörigkeit sichtbar macht – ein Stück Sektion Uto auf dem Wohnzimmertisch.

Also haben wir Print nicht abgeschafft, sondern neu gedacht. Statt mehrerer kleiner Ausgaben erscheinen heute vier umfangreichere Magazine pro Jahr. Dadurch konnten Kosten eingespart und Mittel für Events und digitale Kommunikationsmassnahmen freigespielt werden.

Heute ergänzen sich Print, Newsletter, Website, digitale Kanäle und persönliche Begegnungen. Nicht jeder Kanal muss für jedes Mitglied funktionieren. Entscheidend ist, dass jede und jeder irgendwo seinen Platz in der Sektion findet – als Leser:in, Teilnehmer:in oder als jemand, der selbst etwas beiträgt.

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